Intersektionalität im nationalen Strafraum: Race, Gender und Sexualität und die deutsche Nationalmannschaft

Die ersten Sätze:

„In allen Ländern, in denen Fußball der führende Sport ist, erlangen die jeweiligen
Nationalmannschaften höchsten Symbolwert in der nationalen Erzählung.
Dieser Zusammenhang zeigt sich besonders dort, wo Stolz auf die Nation diskreditiert
war, wie es in Deutschland nach dem Holocaust der Fall gewesen ist. Der
Gewinn der Weltmeisterschaft 1954, das so genannte Wunder von Bern, bekam
deshalb im deutschen kollektiven Unbewussten einen geradezu mythischen Stellenwert.
Es half nicht nur dabei, ein neues Selbstwertgefühl – „wir sind wieder
wer“ – zu entwickeln, sondern die Tatsache, dass das Ausland sich gezwungen
sah, wieder einer deutschen Leistung zu applaudieren, kühlte die Wunden der
(kollektiv)-schuldverstrickten postfaschistischen Generation.2 Vom Team mit dem
sprechenden Namen „Nationalmannschaft“ (man vergleiche Seleçao – Brasilien,
Les Bleus – Frankreich, Squadra Azzura – Italien, Bafana Bafana – Südafrika, Die
Löwen – Kamerun) wurde erwartet, die Nation zu repräsentieren, zu verkörpern
und zu zelebrieren (Dembowski / Bott 2006, 233). Dabei war implizit selbstverständlich,
dass diese nationalen Sportler männlich, weiß und deutsch im Sinne
der Zugehörigkeit zur „Volksgemeinschaft“ sein mussten.
Interessanterweise wurde der Frauenfußball, der sich seit“

zu finden hier, in Feministisch Studien, von Gabriele Dietze

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