Archiv für Februar 2013

Ein Tag von 3 Flüchtlingen in Bayern

„Auf dem Weg von Bayern nach Berlin (Oranienplatz), am 2. Februar 2013, wurden die „Asylbewerber“ Mohammad Kalali, Omid Moradian und Houmer Hedayadzadeh gemeinsam mit einer Unterstützerin zwei Mal kontrolliert und festgehalten: Ein Mal im Zug nach Wiesau, woraufhin sie zur Polizeistation in Weiden gebracht und stundenlang dort festgehalten und diskriminiert wurden, während einer von ihnen unter Druck ein ihm unbekanntes Dokument unterschreiben musste. Ein zweites Mal in Hof, woraufhin zwei von ihnen erneut in der dortigen Polizeistation festgehalten, auf respektlose Weise durchsucht wurden sowie Fotos machen lassen und Fingerabdrücke abgeben mussten. Gleichzeitig wurden die anderen beiden von rechtsradikalen Fußballfans angepöbelt, was wiederum zu weiteren Auseinandersetzungen mit der Polizistei führte. Nach zahlreichen Stunden der Festnahme und Einschüchterungen sahen sich die vier Personen schließlich gezwungen, ihre Reise abzubrechen. “

Beitrag von asylstrikeberlin.wordpress.com zum weiter lesen hier

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Frauen als Beute – Wehrmacht und Prostitution

Doku über die organisierte Zwangsprostitution im 2. Weltkrieg.

Maria K. aus Posen – eines der Opfer der Zwangsprostitution für die deutsche Wehrmacht. Nach 1940 begannen die NS-Behörden mit der Einrichtung von Militärbordellen. Die Frauen galten als “Material”, wurden mit Gewalt in besetzten Gebieten oder in Konzentrationslagern rekrutiert. Als Opfer sind sie bis heute nirgends anerkannt. “Die SS-Männer kamen und suchten sich die schönen Frauen aus. Sie sagten – für die Front, die Soldaten zu versorgen.” Das erzählt Nina Michailowna, eine alte Frau aus Skadowsk in der Ukraine. Was sie beschreibt, gehört zu einem besonders finsteren und menschenverachtenden Aspekt der Geschichte des Zweiten Weltkriegs: dem Missbrauch von Frauen in deutschen Militärbordellen. Ab 1940 war den zuständigen Behörden klar, dass es an der Front Regelungsbedarf gab. Tausende von Soldaten infizierten sich mit Krankheiten und standen oft über Monate der Truppe nicht zur Verfügung. Daraufhin begannen die Militärbehörden, eigene Bordelle einzurichten.

in 3 Teilen a 15 min. hier

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Studie: Tier-Dokus ignorieren Homosexualität

Interessanter Beitrag von das ende des sex:

„Immer wieder kommt die Frage nach „Homosexualität“ bei den verschiedenen Tierarten auf. Wenn es auch nicht geht, den Begriff „Homosexualität“ auf andere Tierarten als den Menschen anzuwenden (sie verweist auf eine Identitätsform, die sich seit dem 19. Jahrhundert etablierte), so konnte doch bereits bei vielen Tierarten gleichgeschlechtliches Verhalten gezeigt werden, dass auch nicht einfach auf Sex reduziert werden kann. 2007 gab es hierzu im Naturhistorischen Museum der Universität Oslo eine interessante Ausstellung, die auch touren soll – vielleicht ist sie auch einmal in der Bundesrepublik Deutschland zu sehen.

Interessant ist sie allemal: So gaben die Organisator_innen in Interviews an, die auch in der deutschsprachigen Presse weite Verbreitung fanden, dass bspw. 80% der Zwergschimpansen „bisexuell“ seien, dass 20% der Möwen „homosexuell“ seien und dass bei 40% der Zwergkakadus „homosexuell“ seien. Insgesamt konnte bislang bei 1500 Tierarten gleichgeschlechtlicher Sex gezeigt werden. Interessant ist dies allemal, wird doch damit die verbreitete These widerlegt, dass Tiere nur Sex zu zwecken der Fortpflanzung hätten. «Wir wissen ja nicht, was sie denken. Aber es ist wohl eindeutig, dass all das hier viel mit Spaß zu tun hat.», so Petter Bøckman. “

Die Quellen hier und hier

Zur Ausstellungsbeschreibung (englisch) hier

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Ägypten: Eine Epidemie der sexuellen Gewalt

„Die Bezeichnung „sexuelle Belästigung“ ist für das, was am vergangenen Freitag am Tahrir-Platz geschah, eine völlig ungenügende Bezeichnung. Sogar Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay – die den ägyptischen Behörden schweres Versagen vorwirft, aber wo hätten die nicht versagt – meldete sich zu Wort angesichts eines in Ägypten grassierenden Phänomens, das nur mehr schwer zu beschreiben ist.“

weiter lesen hier

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Wie alltäglich ist Sexismus?

Zehntausende Frauen haben im Internet über sexistische Belästigungen berichtet. Hat eine Reportage über den FDP-Politiker Brüderle eine überfällige Debatte losgetreten?

zu hören hier

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